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Der Offroad-Profi | Volkswagen Blog

Der Offroad-Profi

Mrz 22, 2019 | Driving Experience

Christian S.

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Eine Crew aus Offroad-Profis, Fotografen und Filmern erkundete in einem VW Amarok die schönsten Allradstrecken Europas. 16 Trails aus 15 Ländern sind nun im «Amarok Adventure Guide» zu finden. Wir präsentieren die Schweizer Strecke exklusiv als Auszug.

Im vierten Akt von «Wilhelm Tell» würde jetzt Landvogt Gessler durch die Hohle Gasse kommen. Aber Friedrich Schillers Drama ist datiert auf 1804, nicht auf das 21. Jahrhundert. Ausserdem führt der schmale Pfad nicht nach Küssnacht, wie im berühmten Theaterstück um den Schweizer Nationalhelden, sondern nach Sufers. Und deswegen reitet auch kein unbeliebter Tyrann durch den Wald im Val Schons (GR), dem Schams-Tal. Stattdessen knirscht Kies unter den Rädern des Amarok, der auf drei unterschiedlichen Offroad-Strecken rund um Andeer unterwegs ist.

Die drei Trails führen durch verwunschene Wälder, entlang saftiger Alpwiesen oder in die hochalpine Zone jenseits der Baumgrenze. Die Bandbreite reicht von gemütlich bis herausfordernd. Das Befahren ist grundsätzlich möglich, bedarf aber vorheriger Genehmigung durch die Gemeinde.

Trail 1 – Hoch hinaus.

Zwischen Andeer und Sufers geht es durch den Wald in ein Hochtal, in dem sich ausgedehnte Weiden erstrecken. Auf knapp 2000 Metern Höhe weidet das Vieh im Frühjahr, bevor es hinauf auf die richtige Alp geht. Die Hütten und Ställe der sogenannten Maiensässe
werden nicht mehr alle von den Bauern genutzt, einige wurden inzwischen zu Wochenendhäusern umfunktioniert.

Beim Rundblick breitet sich tiefe Entspannung aus. Hügel, so weit das Auge reicht. Darin eingebettet: ein kleiner See. Im Westen ragen weiss die Splügner Kalkberge auf, die mit Teurihorn, Steilerhorn und den Pizzas d’Anarosa knapp 3000 Meter erreichen. Durch das
Hochtal schlängelt sich der Trail Richtung Süden, kurz vor Sufers taucht er wieder in den Wald ein.

Trail 2 – Der Grenze entlang.

Etwa 20 Kilometer südlich von Andeer, direkt an der Grenze zu Italien, windet sich ein ganz anders gearteter Trail hinauf auf eine Hochebene. Die Piste ist anspruchsvoller als die erste. Der Weg ist steinig, dennoch ohne Vierradantrieb befahrbar. Die Kehren sind so eng, dass dem Amarok das Rangieren gerade noch erspart bleibt.

Nun kreuzt Schmelzwasser den Pfad und fordert Vierradantrieb und Bodenfreiheit des Amarok. Gleich danach versperren kleinere Steinhaufen den Weg. Der Trail endet oberhalb der Baumgrenze auf 2200 Metern Höhe in Form einer Furgga, eines Passes. Dichter Wald versperrt die Weiterfahrt ins Nachbartal. Der Blick schweift zurück zur imposanten Staumauer und zur spiegelnden Wasseroberfläche des Lago di Lei.

Trail 3 – Kein Weg zu steil.

Auch die Bergflanke im Osten des auf Deutsch Schams genannten Tals hält einen Trail bereit. Ausgehend vom Ort Pignia klettert er durch den Wald zunächst auf knapp 2000 Meter bis zu den zwei Dutzend Häusern des Maiensässes Bavugls. Ausserhalb der Siedlung wechselt die Landschaft schlagartig. Statt Bäumen säumen nun Alpwiesen den Weg. Der Amarok gewinnt auf dem Hochplateau noch einmal 200 Höhenmeter, unbeirrt zieht der V6-Turbodiesel den Pick-up den Anstieg hinauf. Dann versickert die Piste im Gras – um die Natur unberührt zu lassen, bleibt nur noch die Option Umdrehen.

Aber nicht, ohne zuvor die Fernsicht zu geniessen: hinunter zum mehr als 1000 Meter tiefer liegenden Andeer und den Hinterrhein entlang nach Norden, bei schönem Wetter bis Domleschg.

Der talentierte Offroader

Er war 30 000 Kilometer lang ein unerschütterlicher Begleiter: der leuchtend grün folierte Amarok mit serienmässigem 3.0-V6-TDI-Motor, zuschaltbarem 4MOTION-Allradantrieb und optionalem Hinterachs Sperrdifferenzial. Für die Offroad-Tour erhielt er zusätzliche Features wie Unterfahrschutz, erhöhtes Fahrwerk, Luftansaugschnorchel und Seilwinde – und war so für alle Herausforderungen gerüstet. Nebst dem zuschaltbaren Allradantrieb ist der Amarok mit permanentem Allradantrieb erhältlich. Als Motoren stehen zwei drehmomentstarke Sechszylinder-Dieselmotoren mit 204 PS und 258 PS zur Auswahl. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang- oder automatischem Achtganggetriebe